Streiks bei der IG Metall

Seit Beginn des Monats finden bundesweit Warnstreiks in der Metallbranche statt – nach zwei Wochen bereits mit mehr als 600.000 Teilnehmer*innen.
Die Beschäftigten fordern bei täglichen Demos und Kundgebungen unter anderem 6,5% mehr Lohn und die unbefristete Übernahme aller Ausgebildeten. Die Forderungen sind mehr als berechtigt, da die Gewerkschaft IG Metall im vergangenen Jahr einen „vernünftigen“ Kompromiss einging und aufgrund der Wirtschaftskrise komplett auf eine Lohnerhöhung verzichtete. Dabei fährt gerade die deutsche Metallindustrie immer noch Milliardengewinne ein, während gleichzeitig Arbeitsbedingungen verschlechtert werden – unter anderem durch die Ausweitung von Leiharbeit.

Eine der größten Einzeldemonstrationen am 7. Mai in Berlin-Spandau wurde auch von einer kleinen Delegation von RIO und unabhängigen Studierenden begleitet. Sie überbrachte den Kolleg*innen von Siemens, Nokia, BMW und anderen Betrieben eine Solidaritätserklärung und betonte, dass die aktuellen Tarifauseinandersetzungen für alle Arbeiter*innen in Deutschland und Europa von Bedeutung sind, denn sie zeigen, dass mit starken, geschlossenen Aktionen viel erreicht werden kann – vorausgesetzt die Gewerkschaftsbürokratie bremst die Kämpfe nicht aus.
Einige Metall-Arbeiter*innen fordern bereits die vollständige Abschaffung der Leiharbeit und übernahme der Leiharbeiter*innen. Damit gehen damit über die offiziellen Forderungen der Gewerkschaft hinaus. Solche Vorstöße sollten wir unterstützen, denn auch als Studierende haben wir ein Interesse daran, dass der zunehmenden Prekarisierung vieler Arbeitsbereiche mit Widerstand begegnet wird.

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