Wahlkampfblog Nr. 2: FURIOS – Ein neoliberales Propagandablatt

Die neue Ausgabe vom „studentischen Campusmagazin“ an der FU ist da! Das Titelthema vom neuen FURIOS passt voll und ganz zum unpolitischen Anspruch des Hochglanzmagazins: „Rausch“. Hier finden wir nicht etwa eine kritische Auseinandersetzung mit dem Drogenverbot, mit dem besonders Menschen mit dunkler Hautfarbe schikaniert werden. Wer will schon etwas Deprimierendes lesen? Nein, hier finden wir – Schock! – ein Interview mit einem Studierenden, der Drogen nimmt, und – größerer Schock! – auch eins mit einem Studierenden, der keine Drogen nimmt.

FURIOS setzt seit mittlerweile neun Ausgaben auf belanglose Themen, damit die rechte politische Ausrichtung der Zeitung weniger auffällt. Es ist eine erprobte Methode des Springer-Verlages – sich als unpolitisch ausgeben, um die Interessen der Reichen und Mächtigen besser vertreten zu können. Doch zwischen Storys über aktuelle und ehemalige FU-Studierende, finden wir auch einen Artikel über das Studierendenparlament, das den CDU-Studierendenverband RCDS in lobenden Tönen vorstellt, während die Positionen des linken ASTAs – der immerhin zwei Drittel der Stimmen von FU-Studierenden bekommen hat – nicht erwähnt werden.

In der ganzen Ausgabe fehlt eine Auseinandersetzung mit der Rahmen Studien- und Prüfungsordnung (RSPO), gegen die im letzten Semester hunderte Studierende protestieren. Der RSPO-Entwurf wird lediglich in einem Interview mit einem Mitglied der JuSos erwähnt („kein transparenter Vorgang“), doch die bisherigen Proteste dagegen kommen nicht vor. Während das FU-Präsidium und der Berliner Senat die Rechte der Studierenden abzubauen versuchen, redet FURIOS lieber über „Kater Holzig“. Für diese Rückdeckung fürs Präsidium bekamen die Karrierist*innen schonmal Geld vom Präsidium.

Und während immer mehr junge Menschen aus Griechenland oder dem Spanischen Staat vor der erdrückenden Arbeitslosigkeit fliehen und ihr Glück in Deutschland suchen, zitiert das neoliberale Magazin zwei junge Griech*innen mit den Worten: „Ganz so schlimm ist es nun auch wieder nicht.“ Griechische Schüler*innen, die im Unterricht weder Heizung noch Schulbücher haben, wären möglicherweise anderer Meinung über die Spardiktate der deutschen Regierung.

Das Beste, was man über die rechte Zeitschrift FURIOS sagen kann, ist, dass sie rechts ist, jedoch auf diese scheinbar unideologische, unreflektierte, neoliberale Art und Weise – vielleicht merken die Verantwortlichen nicht mal, wie rechts sie sind. Vielleicht glauben die Redakteur*innen wirklich an ihre rechten Anliegen, oder vielleicht arbeiten sie nur an ihrem Lebenslauf, damit sie in Zukunft ebenso langweilige Sachen für Springer schreiben können.

Wir als WAFFENDERKRITIK bieten wenig Bilder, aber dafür wirkliche Analysen. Wir sind parteiisch für die Studierenden und die arbeitende Bevölkerung – und ebenso parteiisch gegen die Reichen und Mächtigen. Wir wollen auch gar nicht leugnen, dass wir politisch sind. Wir sind links – und brauchen linke Inhalte gar nicht zwischen Belanglosem zu verstecken.

In der nächsten Ausgabe von WAFFENDERKRITIK: Eine Reportage über modische Farben für Schale!

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4 Gedanken zu “Wahlkampfblog Nr. 2: FURIOS – Ein neoliberales Propagandablatt

  1. Ach so, ihr bietet Analysen.

    Dass die Furios „rechts“ sei behauptet ihr. Eine Analyse dazu, wenn man sie überhaupt also solche bezeichnen sollte, gibt es aber nicht bzw ist zeimlcih gruselig. So leitet ihr hier her, das s etwas nur rechts sein muss, weil es angeblich unpolitisch sei, ist schon richtig hirnvermöbelt. Ihr hättet besser schreiben sollen, dass alles, was nicht eure Meinung vertritt, rechts ist. Ohne eure selbstgenerierten Feindbilder wärt ihr einfach Sustanzlos. In dem ihr alles andersdenkende verteufelt, stellt ihr euch im Glanze des Guten da. Wenn man nicht links ist, ist man recht. Wenn gar nichts politisches ist, dann ist man auch rechts, weil Springer auch unpolitisch wäre und da sie rechts sind, ist das unpolitische eben auch gleich rechts. Ein ziemlich paradoxon. Das kann eben nur von der Buchstabenlinken kommen.

    Aber weiter in euren schwachsinnigen „Analysen“.

    Wenn eine Griechin behauptet, so schlimm wäre es in Griechenland nicht, dann kann doch die Furios nichts dafür.
    Vom „Spardiktat der Bundesregierung“ kann ja wohl auch keine Rede sein.
    Griechenland hat die EU vor dem Beitritt in dei EU mit falschen Wirtschaftsdaten betrogen. Auch in der EU ging diese Praxis weiter. Darüberhinaus haben Griechenland Vetterwirtschaft und Korruption in die jetztige Lage gebracht. Was erwartet man denn von einem Land, oder einen Menschen, der Pleite ist, dass er noch mehr Geld ausgibt, nur eben das von anderen? Wie bescheuert ist das denn.
    Wenn euch jemand, der Pleite ist anpumpt, gebt ihr ihm sofort das Geld mit der Bitte es ordentlich ausgeben, Bei einer erneuten Pleite kann er wiederkommen und es gibt Nachschlag. Was für Drogen muss man nehmen, um so bekloppt zu sein!

    Nicht nur, dass ich Analysen hier nicht finden kann, bin ich auch froh darüber. Es erspart mir mich totlschrn zu müssen. Das was hier steht ist ja schon krude genug.

    Drogen legalisieren…so…so. bei euch ist ja nicht nur die Bikinizone blass! Geht mal auf Entzug, damit ihr auch merkt, was für einen geistlosen Unsinn ihr hier schreibt!

  2. Das typische am Kommunismus ist, nur halbe Wahrheiten zu präsentieren.

    Bei den Demos gegen die RSPO waren keinesfalls hunderte. Wenn es hundert waren, waren es schon viel. Die Zahl ist außerdem difus. Selbst wenn es so gewesen wäre. An der FU studieren zehntausende. Was sind da angeblich hunderte…püh!
    So verhält es sich auch mit der angeblichen Legitimation des ASta.
    Das liest sich hier so: „der immerhin zwei Drittel der Stimmen von FU-Studierenden bekommen hat“. „Immerhin“…lol…das klingt ja wie eine Großtat. Dabei war die Wahlbeteiligung kaum 10%!
    Das bedeutet, der ASta hat sich wohl selbst gewählt. Und, den ASta interessiert einfach keinen Menschen mehr. Der ASta und sein ganzes unverständliche, veraltete ideologische Gepränge ist out…überholt…kommt in die Tonne.

  3. Vom Spanischen Staat? Welche Leute laufen bei euch dort, dass ihr das Wort Spanien nicht mehr sagen dürft (wie es eigentlich heißt und von der Mehrheit der Spanier, besonders von euren lieben „Arbeitern“, gerne genannt wird.)

    Ja, Länder sind Konstrukte. Aber ihr sagt gerne „Deutschland“, ein viel moderneres Konstrukt.

    Beste Grüße
    ein genervter Spanier

    1. „Estado Español“ ist ein gängiger Begriff im heutigen Spanien. Dieser Begriff soll zum Ausdruck bringen, dass Spanien kein Nationalstaat ist, sondern verschiedene Nationen umfasst. Du kannst dich gern als Spanier bezeichnen – das möchte niemand verbieten –, aber es gibt andere Nationalitäten im Spanischen Staat, die sich nicht als Spanier*innen verstehen. Also es geht uns hier nicht um eine Dekonstruktion des Begriffs, sondern um eine Beschreibung der politischen Realität des heutigen Spaniens.

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